| Autor: Sandra Dütschler | 14. Juni 2010 |
Was bedeutet die Weltmeisterschaft eigentlich für SüdafrikanerInnen? Wir haben die KünstlerInnen von Rootz Creationz in Durban und StreetWires in Kapstadt gefragt:
“In letzter Zeit gab es mehrere Fussball-Initiativen für Jugendliche in den Townships und auf dem Land. Das ist positiv, denn Sport hält die Jugend von Drogen, Alkohol und Kriminalität ab. Die WM im eigenen Land gibt den Jungen Mut und Motivation.”
“Wir alle haben Hoffnung in die Weltmeisterschaft - dass sie ein grosser Erfolg wird und dass die Besucher sich amüsieren und eines Tages zurückkommen
nach Durban und Südafrika.”
“Manche von uns haben an einem grossen Gebet aller Kirchen teilgenommen, um für den Erfolg der Weltmeisterschaft zu beten.”
“Ein Fussballspiel mit Vuvuzelas mit zu erleben ist eine wahnsinns Erfahrung. In der Menge gibt es die erfahrenen Spieler, welche die Menge anführen. Die weniger erfahrenen folgen dem Spiel oder antworten darauf. Die Energie, die die Vuvuzelas ins Spiel bringen, ist einzigartig!”
“Dank der Weltmeisterschaft konnten wir unsere Produktion erhöhen. Wir machen Überstunden und arbeiten 6 Tage pro Woche - natürlich bezahlt. Ausserdem konnten sechs junge Frauen ins Projekt aufgenommen werden. Wir werden unsere Produkte auf einem Markt am Strand von Durban während der WM verkaufen - hoffentlich haben wir genug Lagerbestände produziert!”
Bestellen Sie hier die Produkte von Rootz Creationz und StreetWires
| Autor: Simon Brassel | 5. August 2009 |
In unserem Sommermailing stellten wir unter anderem einen handgemachten Radioempfänger vor - gefertigt in Südafrika aus Getränkedosen und Draht. Im Namen der Produzenten bedanken wir uns herzlich für das grosse Interesse und die zahlreichen Bestellungen und möchten die Gelegenehit nutzen, dieses Projekt an dieser Stelle kurz vorzustellen.
Streetwires entstand im Jahr 2000 dank der Initiative einer kleinen Gruppe südafrikanischer UnternehmerInnen und Kunsthandwerker. Hauptziel des Projektes ist die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und des tiefen Bildungsstandes, die bei der schwarzen Bevölkerung besonders stark verbreitet sind. So will Streetwires mit der Herstellung von Gegenständen aus Draht – ein Kunsthandwerk, das gewöhnlich im informellen Sektor ausgeübt wird – stabile Verdienstquellen und Ausbildungsmöglichkeiten schaffen. Das Produktions- und Ausbildungszentrum in Kapstadt, das zur Zeit gegen 120 Künstlerinnen und Künstler zählt, ist landesweit als Pilotprojekt anerkannt.

Die Radiokünstler aus Südafrika sind fussballbegeistert
Ein besonderes Anliegen gilt alleinstehenden Frauen und Jugendlichen ohne Schulabschluss. Streetwires ist es bereits gelungen, mehrere unqualifizierte HandwerkerInnen derart zu befähigen, dass sie heute für verantwortungsvolle Aufgaben (z.B. Verwaltung, Marketing, Qualitätskontrolle…) zuständig sind. Drahtartikel werden meist nur von Männern hergestellt. Bei der Produkteentwicklung nimmt Streetwires speziell Rücksicht auf Frauenförderung: Dank der Verzierung der Gegenstände mit Perlen steigt die Zahl der Arbeitsplätze für Frauen stetig. Ferner plant Streetwires, dezentralisierte Handwerks-Gruppen mit dem Aufbau eines Netzwerkes zu unterstützen.
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