| Autor: Simon Brassel | 5. August 2009 |
In unserem Sommermailing stellten wir unter anderem einen handgemachten Radioempfänger vor - gefertigt in Südafrika aus Getränkedosen und Draht. Im Namen der Produzenten bedanken wir uns herzlich für das grosse Interesse und die zahlreichen Bestellungen und möchten die Gelegenehit nutzen, dieses Projekt an dieser Stelle kurz vorzustellen.
Streetwires entstand im Jahr 2000 dank der Initiative einer kleinen Gruppe südafrikanischer UnternehmerInnen und Kunsthandwerker. Hauptziel des Projektes ist die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und des tiefen Bildungsstandes, die bei der schwarzen Bevölkerung besonders stark verbreitet sind. So will Streetwires mit der Herstellung von Gegenständen aus Draht – ein Kunsthandwerk, das gewöhnlich im informellen Sektor ausgeübt wird – stabile Verdienstquellen und Ausbildungsmöglichkeiten schaffen. Das Produktions- und Ausbildungszentrum in Kapstadt, das zur Zeit gegen 120 Künstlerinnen und Künstler zählt, ist landesweit als Pilotprojekt anerkannt.

Die Radiokünstler aus Südafrika sind fussballbegeistert
Ein besonderes Anliegen gilt alleinstehenden Frauen und Jugendlichen ohne Schulabschluss. Streetwires ist es bereits gelungen, mehrere unqualifizierte HandwerkerInnen derart zu befähigen, dass sie heute für verantwortungsvolle Aufgaben (z.B. Verwaltung, Marketing, Qualitätskontrolle…) zuständig sind. Drahtartikel werden meist nur von Männern hergestellt. Bei der Produkteentwicklung nimmt Streetwires speziell Rücksicht auf Frauenförderung: Dank der Verzierung der Gegenstände mit Perlen steigt die Zahl der Arbeitsplätze für Frauen stetig. Ferner plant Streetwires, dezentralisierte Handwerks-Gruppen mit dem Aufbau eines Netzwerkes zu unterstützen.
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| Autor: Simon Brassel | 18. März 2009 |
Gebana-Rohwaren sind in den unterschiedlichsten Produkten enthalten. So enthält beispielsweise Rivella Gelb gebana bio&fair Sojaserum, welches bei der Produktion von Bio-Tofu in Deutschland anfällt und bei Cremen von Bodyshop bildet bio&fair Sojaöl von gebana Brasilien die Grundsubstanz.
Zu Ostern bieten wir ein neues Produkt mit gebana Beteiligung an: Schweizer Bio-Eier. Zur Herstellung von Bio-Eiern wird Bio-Soja als Futtermittel verwendet. Diese Soja wächst nicht in der Schweiz, sondern wird aus China, Brasilien und Osteuropa importiert. In Brasilien produziert beispielsweise ein einzelner Betrieb rund die Hälfte der landesweiten Bio-Soja. Dies entspricht der doppelten Menge, welche die 400 Kleinbauernfamilien der gebana Brasilien anbauen. Damit werden bei Bio-Ostereiern neben dem Einhalten von Biorichtlinien auch soziale Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne zum Thema.
Unsere Ostereier stammen von Schweizer Bio-Betrieben, welche ihr Futtermittel von der Mühle Lehmann beziehen. Da die Mühle Lehmann Kunde von gebana Brasilien ist, erhalten diese Betriebe bio&fair Sojapresskuchen. Bei diesen Eiern sind also nicht nur die Hühner glücklich, sondern auch die Kleinbauernfamilien, denen die gebana auch für ihre Soja zweiter Qualität einen angemessenen Fairtrade-Preis bezahlt. Erstaunlicherweise ist sogar die Ökobilanz der gebana Soja trotz dem weiten Schiffstransport sehr gut - dank dem Klima und der Handarbeit. Eine Studie dazu finden Sie unter www.gebana.com.
| Autor: Nicolas Blanchard | 18. März 2009 |
Vom 2. bis 5. April findet die Messe FAIR HANDELN 2009 zum ersten Mal im neuen Rahmen auf der Messe Stuttgart statt. Begleitet wird die FAIR HANDELN wird von einem attraktiven Kongressprogramm. Namhafte Referenten und Experten aus Politik und Wirtschaft informieren über Trends und Potenziale alternativen Handelns.
Aber nicht nur als einzigartiger Branchentreffe der Fair Handelsszene soll die von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Würtemberg (SEZ) initiierte Messe dienen. Sie soll auch dazu beitragen, breite Bevölkerungskreise sowie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf die Herausforderungen unserer Zeit aufmerksam zu machen. Lösungsansätze sollen erkannt werden und Möglichkeiten für ein global verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln bekannter gemacht werden.
Auch die gebana ist vor Ort mit einem Stand vertreten. Über einen Besuch und ein persönliches Gespräch würden wir uns sehr freuen!
Mehr zur Messe unter www.fair-handeln.com
| Autor: Nicolas Blanchard | 25. November 2008 |
Am Sonntag 23. Novemeber 2008 strahlte CashTV auf SF2 einen Beitrag über gebana Afrique und die Mango Produktion der Bauernkooperativen Wouol und TON aus.
| Autor: Nicolas Blanchard | 11. November 2008 |

Das Buch “Das Geheimnis der Bäume” ist ein echtes Kunstwerk!
Die Bäume arbeiten tagsüber für den Menschen und erwecken nachts die guten Geister zum Leben. Für die Gond, eines der ursprünglichen Völker Indiens, steht der Baum im Zentrum des Lebens, denn traditionell leben sie in den Wäldern.
Mit Bildern von Bhajju Shyam, Durga Bai und Ram Singh Urveti, alle drei Angehörige der indischen Gond, eröffnet sich hier vor unseren Augen eine wundersame, kunstvolle, aber auch bedrohte Welt voller Geschichten und Geheimnisse. Bhajju Shyam, 1971 geboren, wurde 2001 als bester indigener Künstler Indiens ausgezeichnet. Seine Werke wurden bereits in Indien und Europa ausgestellt. Durga Bai ist 1974 im Dorf Mandla in Madhya Pradesh geboren. Sie ist eine innovative Gond-Künstlerin, deren Werke sich durch einen eigenständigen Stil auszeichnen. Für ihre Arbeiten wurde sie ber
eits mit verschiedenen Preisen geehrt. Ram Singh Urveti, 1970 geboren, wird von anderen Gond-Künstlern sehr geschätzt. Es sind ganz besonders seine Arbeiten, die das Leben und die Mythen der Gond weltweit bekannt gemacht haben. Auch er ist mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden.
Die indische Künstlerin Durga Bai lebt in Bhopal, doch sie kam in einem kleinen Dorf im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh zur Welt. Sehr jung wanderte sie mit ihrer Familie in die über 300 Kilometer entfernte Stadt ab, denn es gab kein Einkommen und keine Krankenversorgung in ihrer Heimat. Durga Bai hat nie schreiben und lesen gelernt, wie viele andere indigene Menschen – «Adivasi» – in Indien. Aber sie hat die künstlerische Tradition ihrer Herkunft mitgenommen und erzählt in ihren Zeichnungen und Bildern von Mythen, Geschichten und vom Alltag der Gond, einer indigenen Ethnie Indiens.
| Autor: Nicolas Blanchard | 24. September 2008 |
In den letzten Jahren ist der faire Handel weltweit stark gewachsen. Doch während die Umsatzzahlen steigen sollten wir uns fragen: was steckt eigentlich hinter dem Fairen Handel? Wer profitiert davon? Wer legt fest, was “fair” ist? Was hat das Ganze mit uns zu tun? Umfassende Informationen und wie wir im Alltag aktiv werden können findet man unter: www.youngcaritas.ch/fairgewinnt
youngCaritas ist eine Plattform zu sozialen Themen, ein Treffpunkt und Netzwerk von Interessierten. youngCaritas ist eine wachsende Gruppe aus jungen Menschen, die zumindest einen kleinen Teil dieser Welt positiv verändern wollen.
| Autor: Nicolas Blanchard | 23. September 2008 |
Gestern am 22. September erschien ein Artikel über gebana Afrique im St. Galler Tagblatt. Ab heute ist er online verfügbar: http://www.tagblatt.ch/…/art149,717021
Lagerchef Mahamadi Traoré weist stolz ins Mango-Lager der Produzenten-Kooperative TON, in dem einige Kisten frische Mangos auf ihre Auslese und Weiterverarbeitung in der Trocknungsanlage warten. Seine Kollegin Fati Ouedraogo ist in dem mit Wellblech gedeckten Lagerraum damit beschäftigt, jede einzelne Frucht von Hand zu drehen und auf ihre Konsistenz hin zu überprüfen; überreife und darum für die Trocknung zu weiche Mangos sortiert sie aus. Die 1991 gegründete Vereinigung von heute 33 Mango-Produzenten in Niangoloko, Burkina Faso, habe ein hartes Stück Arbeit bereits geschafft, sagt TON-Koordinator Issaka Sommandé. Die Kleinbauern schweissten 2007 bereits 25 Tonnen Trockenmangos für den Export nach Europa in Plastikbeutel ein. Im Jahr 2000, als die Zusammenarbeit mit dem Zürcher Fairhandelsunternehmen Gebana AG begann, waren es zwei Tonnen.
Laut Issaka bringt die Trockenmango-Produktion den 430 TON-Angestellten – mehrheitlich Frauen – ein Einkommen, das mit umgerechnet Fr. 2.50 pro Tag 20% über dem Jahresdurchschnittseinkommen von 500 Fr. in Burkina Faso liegt. Im Schatten der Bäume auf dem TON-Gelände zeugen die zahlreichen Töffs vom Entwicklungspotenzial der Kleinkredite, welche die Kooperativen-Mitglieder aus einem Fonds ihrer Organisation beziehen können.
Der Leiter der Kooperative unterstreicht, dass die erwirtschafteten Einkünfte inklusive der 24 000 Fr. Prämien den Kooperative-Mitgliedern «ein normales Leben erlauben». Diese Prämien wurden TON 2007 aufgrund des Max-Havelaar-Labels für fairen Handel unter anderem von Coop via Gebana Afrique ausbezahlt. Die Kooperative, bei der 154 Bauernfamilien Mitglied sind, verwendete die Prämie für den Kauf von Schulmaterial, für Impfungen der Kinder gegen Tetanus, Diphterie und Polio sowie für die Anschaffung einer Getreidemühle. Weiter erlaube die Prämie, Finanzreserven zu bilden, um den Unterhalt der Maschinen und der Trocknungsanlagen zu sichern.
Das Gedeihen der Kooperative TON ist eng verknüpft mit der Handelspartnerschaft der TON-Mangobauern mit Gebana Afrique. Das Handelsunternehmen mit Sitz in Zürich schlägt eine Brücke zwischen den Bauern und den Konsumenten in der Schweiz. David Heubi, Geschäftsleiter von Gebana Afrique, fungiert dabei als Marktöffner für die Kleinbauernfamilien. «Wir kaufen die Trockenmangos von unseren Partnern – insgesamt arbeiten wir in Burkina mit sechs Kooperativen zusammen – und kümmern uns um den Absatz in Europa, vorab in der Schweiz.» Das Exportvolumen von biologischen und fair gehandelten Mangos sei so innert fünf Jahren mehr als verzehnfacht worden. Diese enorme Steigerung habe vor allem dank dem Einstieg von Schweizer Grossverteilern realisiert werden können.
Die Gebana AG wird 2008 über den Direktversand in der Schweiz mit voraussichtlich 5,5 Tonnen mehr als doppelt so viele Abnehmer für getrocknete Mangos finden als 2006. Einen wichtigen Beitrag zur Realisierung dieses Wachstums – Gebana setzt bewusst auf eine Wachstumsstrategie – sei dem fairen Handel und der Zertifizierung der Mangos mit dem Max-Havelaar-Gütesiegel zu verdanken, sagt Heubi. «Ohne dieses Label hätten wir den Zugang zum Schweizer und europäischen Markt nicht in diesem Ausmass geschafft.»
Gebana um Verwaltungsratspräsident Adrian Widmer freut es um so mehr, als die Erfolgsgeschichte der Mangos belegt, dass der Markt offensichtlich in der Lage ist, wirtschaftliche, ökologische und soziale Werte zu bezahlen; Werte notabene, die Kleinbauernfamilien und lokale Weiterverarbeiter wie die Kooperative TON in Burkina Faso schaffen.
http://www.tagblatt.ch/aktuell/wirtschaft/tb-wi/art149,717021
| Autor: Dominik Hasler | 7. August 2008 |
Als sich Peter Höltschi im Jahr 1989 im abgelegenen guatemaltekischen Hochland auf die Suche nach einem Produzenten für einen Ledergurt mit indianischem Stoffbezug machte, konnte man wohl noch nicht ahnen, dass dieses Abenteuer in der Gründung des Kleinunternehmens El Tucan münden wird, welches knapp 20 Jahre später allein in Guatemala das Einkommen von rund 30 Kunsthandwerkern und ihren Familien sichert.

Das Sortiment von EL Tucan wurde laufend ausgebaut und bietet mittlerweile vom Hundehalsband bis zum Ikat-Stoff T-Shirt alles, was die geschickten Hände der mittelamerikanischen Textilkünstler zu produzieren wissen. Besonders hervor zu heben sind dabei die verschiedenen handgefertigten Hängematten, in denen man sich bei der spätsommerlichen Siesta in das tropische Hügelland Guatemalas versetzt fühlt und die seit einiger Zeit auch über den Webshop der gebana erhältlich sind.
Dass die Produzenten vom Fairtrade-Aufpreis auch tatsächlich profitieren, garantiert neu auch die renommierte International Fair Trade Assosciation (IFAT), die El Tucan die Zertifizierung als ausgewiesene Fair Trade Organisation ausstellt. Die IFAT ist ein wichtiges internationales Netzwerk der Fair Trade Organisationen, dessen Mitglieder Produzenten, Importeure und Wiederverkäufer sind. Die Aufnahme in dieses Netzwerk bedingt die Einhaltung diverser sozialer und ökologischer Standards, wobei diese wiederum durch regelmässige interne und externe Kontrollmechanismen überprüft wird. Weitere Informationen auch unter http://de.wikipedia.org/wiki/International_Fair_Trade_Association.
Die Tatsache, dass El Tucan erst die dritte Schweizer Unternehmung (neben der gebana und claro Fairtrade) ist, die in den Kreis der IFAT-Mitglieder aufgenommen wurde, beweist, wie hoch die Anforderungen dafür sind.
Die Gebana gratuliert El Tucan herzlich zu dieser besonderen Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit, wünscht für die Zukunft weiterhin viel Erfolg und hofft die fruchtbare Zusammenarbeit noch viele Jahre weiterführen zu können.
| Autor: Nicolas Blanchard | 24. Mai 2008 |
Gibt es im ethischen Kaffeemarkt zu viele Labels und dadurch zu wenig Transparenz? Zum Labelsalat diskutierten André Siegenthaler von Café Rebeldía, Marc Bloch von La Semeuse, Andre Radlinsky von Coop und Ueli Ramseier von Max Havelaar.
| Autor: Nicolas Blanchard | 24. Mai 2008 |
Geert van Dok von Caritas Schweiz und Präsident der Max Havelaar-Stiftung Schweizt sinierte über den Fairen Handel und seine Zukunft und stellte an der LIFEFair dazu folgende Thesen auf:
Nachtrag vom 5.6.2008: Auf der Website von Swiss Fairtrade ist die Präsentation von Geert van Dok nun zum runterladen freigeschaltet worden.