| Autor: Nicolas Blanchard | 20. Mai 2008 |
Am Montag 19. Mai 2008 erschien in der NZZ ein Portrait über Ursula Brunner, die Gründungsmutter der gebana und Aktivistin für den fairen Handel.
http://www.nzz.ch/…/fairer_handel_darf_nicht_zum_blossen_lifestyle_verkommen.html
In diesem Artikal wehrt sich Ursula Brunner gegen Fairtrade als Modetrend. Dass der faire Handel salonfähig geworden ist, wertet sie zwar als Fortschritt. Nach der Pionierphase sei der faire Handel nun aber institutionalisiert und bürokratisiert worden. Dabei gerate in Vergessenheit, dass Fairtrade eine politische Bewegung sei. Damit es den Menschen im Süden besser geht, braucht es auch politische Rahmenbedingungen. “Fairer Handel darf nicht zum blossen Lifestyle verkommen”, sagt Ursula Brunner.
Zum Artikel in der NZZ gibt es noch eine Richtigstellung:
Falsch ist: “Wenig später hörten die Pionierinnen der Gebana AG auf und übergaben 1997 ihr Unternehmen für fairen Handel jüngeren Generationen. Diese führen heute die Firma unter dem Namen Terrafair weiter.”
Richtig ist: Die gebana AG heisst noch immer gebana AG. Unter dem Namen Terrafair formierte sich der ehemalige Verein gebana neu. Sie vertretten heute die KonsumentInnensicht im Fairen Handel. Sie leisten aktive Informations- und Bildungsarbeit zum Fairen Handel, recherchieren zu Produktionsbedingungen, Handelsmechanismen und Konsum und machen dieses Wissen einer breiten Öffentlichkeit zugängig.
Anmerken wollen wir, dass die Journalistin Dorothee Vögeli trotz der Bitte von Ursula Brunner und der gebana nichts zu privaten Themen zu schreiben, es nicht sein lassen konnte.
| Autor: Nicolas Blanchard | 25. April 2008 |
Für den interessierte KonsumentIn ist es immer schwieriger, im Labeldschungel den Durchblick zu behalten. Informationsplattformen im Internet bieten Abhilfe. Folgend ein paar empfehlenswerte Links:
Schweiz:
Deutschland:
| Autor: Nicolas Blanchard | 31. März 2008 |
Am Samstag 29. März 2008 erschien in der deutschen TAZ ein schöner Bericht über unsere Pressereise nach Tunesien.
Viel Spass beim Lesen.
| Autor: Nicolas Blanchard | 19. März 2008 |
Ökobilanzen werden in Politik und Wirtschaft mehr und mehr genutzt. Mit ihnen lassen sich die Umweltwirkungen von Produkten umfassend analysieren. Ein wichtiges Hilfsmittel sind Datenbanken, von denen die grösste, die Datenbank Ecoinvent, aus der Schweiz stammt.
Lukas Denzler, 5. März 2008, Neue Zürcher Zeitung
Eine ganzheitliche Betrachtung ist auch bei den Biotreibstoffen erforderlich. Diese könnten, obwohl CO 2 -arm im Gebrauch, laut zahlreichen Studien der letzten Monate nämlich dramatische ökologische Schäden wie etwa die Zerstörung tropischer Regenwälder nach sich ziehen. Auch ist zu befürchten, dass Biotreibstoffe die Nahrungsmittelpreise in die Höhe treiben. Eine Studie der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) kam im Mai 2007 zum Schluss, dass einige Biotreibstoffe die Treibhausgasemissionen gegenüber Benzin zwar um mehr als 30 Prozent reduzieren. Anbau und Herstellung der verwendeten Pflanzen verursachen hingegen oft höhere Umweltbelastungen als Benzin und Diesel.
Steuerbefreiung von Ökobilanz abhängig
Eine genaue Betrachtung des einzelnen Falls ist indes unerlässlich. So schneidet etwa Biodiesel aus Soja in der Empa-Studie sehr schlecht ab, weil für die Sojaproduktion oft Regenwald gerodet wird. Die Zürcher Firma Gebana, die auf den Import von biologisch produzierten Lebensmitteln aus der Dritten Welt spezialisiert ist, hat letztes Jahr zusammen mit Migrol jedoch Biodiesel aus brasilianischem Soja lanciert, der ökologische Kriterien sowie jene des fairen Handels erfüllt. Bestätigt wird das durch die eigens für dieses Produkt durchgeführte Ökobilanz. Diese fällt positiv aus, weil die Bauern keinen Urwald roden, ihre Flächen nicht bewässern und keine synthetischen Dünger und Pestizide anwenden. Das Öl ist ein Nebenprodukt der Verarbeitung von Sojabohnen und steht somit auch nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Dass Ökobilanzen in der Schweiz derzeit gerade bei Biotreibstoffen so hoch im Kurs stehen, ist kein Zufall. Das Parlament hat im März 2007 nämlich entschieden, Biotreibstoffe nur von der Mineralölsteuer zu befreien, wenn diese über eine positive ökologische Gesamtbilanz verfügen – eine Bestimmung, die laut Fachleuten bisher einmalig und wegweisend für die Zukunft ist. …