| Autor: Seraina Peña | 12. Juni 2008 |
Machen Sie auch gerne Ferien zu Hause? Idealerweise liegt man dabei mit einem guten Buch unter zwei Bäumen in der Hängematte. Die fair gehandelte Hängematte dazu gibts bei der gebana, seit kurzem ist sie auch für unsere Kunden aus Deutschland erhältlich.
Hängematten werden in Yucatán, Mexiko, schon lange gewoben. So begegnete man dem Schweizer Peter Höltschi mit Skepsis, als dieser die Frauen in Yucatán im Weben schulen wollte. Mittlerweile berichtet aber selbst die mexikanische Presse von der “metodología de Peter”: Durch eine Standardisierung der Hängematten kann auch deren Qualität garantiert werden. So verwenden die Weberinnen heute eine vorgeschriebene Anzahl Fäden und stellen Hängematten gleicher Farben und Grössen her. Die 41 Weberinnen, die von einer Schulung profitieren konnten, geben ihr Wissen den Kindern und Nachbarn ihrer Gemeinde weiter.
Als neuster Fortschritt des Hängemattenprojektes wird allen interessierten Weberinnen und Gruppenleiterinnen ein 1-jähriger Lehrgang zu Kleinunternehmerinnen angeboten. Zudem ist in der Gemeinde Tepak die Errichtung einer Produktionsstätte und eines regionalen Hängemattenzentrums geplant.
Mehr Informationen und Neuigkeiten zum Hängemattenprojekt in Yucatán finden Sie unter
www.eltucan.ch
| Autor: Nicolas Blanchard | 29. Mai 2008 |
Zum Thema Wachstum im Fairen Handel diskutierten Ursula Brunner (Gründungsmitglied der Bananenfrauen und der gebana), Robin Cornelius (Social Entrepreneur, Gründer und VR-Präsident von Switcher), Beat Schuhmacher (CEO von claro fair trade) und Markus Schrader (SECO).
Wie bereits im NZZ Artikel erwähnt, wehr sich Ursula Brunner gegen Fairtrade als Modetrend. Dass der faire Handel salonfähig geworden ist, wertet sie zwar als Fortschritt. Nach der Pionierphase sei der faire Handel nun aber institutionalisiert und bürokratisiert worden. Dabei gerate in Vergessenheit, dass Fairtrade eine politische Bewegung sei. Siehe Beitrag vom 20. Mai.
Link zu Video: http://blip.tv/file/944746
Link zu Video: http://blip.tv/file/932245
Ursula Brunner: Mit den Labels wurde der Faire Handel Institutionalisiert. Die Menschen können heute ganz einfach Max Havelaar Produkte kaufen. Das ist nicht negativ - aber es gibt eine Verflachung, eine Verwässerung. Der Fairer Handel wurde salonfähig. Der Faire Handel hat aber noch eine andere Dimension als nur Wachstum. Der Faire Handel ist nicht eine Institution, die einfach immer grösser werden muss. Der Fairer Handel ist eine Bewegung, er ist ein Weg. Die KonsumentInnen müssen heute neu sensibilisert werden für den Fairen Handel. Der Faire Handel wird einerseits von den ProduzentInnen und ArbeiterInnen im Süden gelebt und auf der anderen Seite sind es die KonsumentInnen in der Schweiz, die Masse, welche dem Fairen Handel zum Erfolg verhelfen. Der Faire Handel ist aber ein System, dass wir KonsumentInnen über die ProduzentInnen im Süden gekippt haben. Es ist nicht von der Produzentenseite gekommen. Es ist etwas völlig fremdes für die Menschen im Süden. Es ist schwierig den Menschen im Süden die Idee des Fairen Handles näher zu bringen, wenn sie sich vorstellen, dass die wenigsten Schreiben und Lesen können. Um zertifiziert zu sein, müssen sie sich organisieren und sich der Zertifizierungsorganisation beugen. Das ist sehr fremd für diese Menschen. Wir müssen uns heute mehr um diese Frage kümmern.
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Der Grundgedanke der Bananenfrauenbewegung war: Es braucht mehr Gerechtigkeit auf dieser Welt. In diesem Sinne müssen wir vorwärts arbeiten. … Fairer Handel muss von der Basis aus gehen. … Der Faire Handel gibt uns Handlungsmöglichkeiten um etwas für die Welt zu tun. Dazu will ich aufmuntern.
Beat Schuhmacher: Es ist wichtig, das Thema Fairen Handel in die öffentliche Agenda zu setzen, mit dem Ziel, neue Konsumenten anzusprechen. Vom Fairtrade als Lifestyle sind wir noch weit weg. Beim Wachstum geht es nicht um den Wachstumswillen, sondern vom Wachstum profitieren vor allem die Kleinbauern im Süden.
Robin Cornelius: Fairtrade, resp. Vernünftig-Trade braucht Zeit. Zu schnelles Wachstum hat keine Wurzeln.
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Heute fehlt es vor allem an politischem Engagement. Die Menschen müssen sich bewusst werden, wie ein Produkt hergestellt wird. Wir müssen bewusster leben und bewusster konsumieren. Dazu brauchen wir ein Instrument: die NGOs. Die NGOs sind die Jury, sie bewerten die Produkte, sie machen den Link zwischen den Produzenten und den Konsumenten. Die NGOs sind die weiblichen Polizisten der Wirtschaft. Die Firmen haben eine kurzfristige ökonomische Vision, die NGOs dagegen eine langfristige politische. Es braucht beides: NGOs öffnen der Wirtschaft die Augen. Heute kann es sich kein CEO mehr leisten NGOs zu ignorieren. Die Wirtschaft braucht deshalb einen politischen Auftritt.
| Autor: Nicolas Blanchard | 24. Mai 2008 |
Gibt es im ethischen Kaffeemarkt zu viele Labels und dadurch zu wenig Transparenz? Zum Labelsalat diskutierten André Siegenthaler von Café Rebeldía, Marc Bloch von La Semeuse, Andre Radlinsky von Coop und Ueli Ramseier von Max Havelaar.
| Autor: Nicolas Blanchard | 24. Mai 2008 |
Geert van Dok von Caritas Schweiz und Präsident der Max Havelaar-Stiftung Schweizt sinierte über den Fairen Handel und seine Zukunft und stellte an der LIFEFair dazu folgende Thesen auf:
Nachtrag vom 5.6.2008: Auf der Website von Swiss Fairtrade ist die Präsentation von Geert van Dok nun zum runterladen freigeschaltet worden.
| Autor: Nicolas Blanchard | 23. Mai 2008 |
Die SWISS FAIRTRADE organisierte an der LIFEfair einen Fachkongress zum Thema: Fairer Handel im Megatrend der Nachhaltigkeit. Unsere Praktikantinnen Seraina Peña und Franziska Ruef führten die Teilnehmer des Kongresses in die Welt des fairen Handels ein.
Ihr Handlungsvorschlag für Jedermann für eine faire Woche sieht wie folgt aus:
Präsentation als PDF runterladen.
| Autor: Nicolas Blanchard | 23. Mai 2008 |
Letztes Wochenende fand in der Maag-Eventhall zum ersten Mal die LIFEfair Messe, die Messe für nachhaltiges Leben statt.
Das Publikum war bunt gemischt, wie auch die Aussteller: Jugendliche, junge Familien, aktive und ehemalige Aktivistinnen und Symphatisanten trafen auf 80 Aussteller aus den Bereichen Bauen und Wohnen, Gastronomie und Nahrungsmittel, fairer Handel, Mobilität und Energie, nachhaltiges Investieren oder Freizeit und Reisen.
An der Messe präsentierte sich zum ersten Mal auch die Referenzorganisation des fairen Handels in der Schweiz, die SWISS FAIRTRADE einem breiten Publikum. So wurde neben der seperaten Fairtrade-Ausstellung und Lounge auch ein Kongress zum fairen Handel in der Schweiz organisiert. So kam es, dass an der Messe neben so kommerziellen Firmen wie BMW, ZKB und Coop auch die Erklärung von Bern, Helvetas, Claro, El Tucan, gebana und weitere Fairtrader vertretten waren.
Der Tages-Anzeiger berichtete vom Einkaufsbummel ohne schlechtes Gewissen und die NZZ vom Basar der Nachhaltigkeit. Wie bereits in diesem Blog berichtet, publizierte die NZZ auch ein Portrait über Ursula Brunner, Mitgründerin der Bananenfrauenbewegung der 70er Jahren und Gründungsmutter der gebana. DRS 2 brachte diese Woche nachträglich ein Special zur Messe im Thema der Woche (via http://blog.faircustomer.ch/?p=109)
| Autor: Nicolas Blanchard | 20. Mai 2008 |
Am Montag 19. Mai 2008 erschien in der NZZ ein Portrait über Ursula Brunner, die Gründungsmutter der gebana und Aktivistin für den fairen Handel.
http://www.nzz.ch/…/fairer_handel_darf_nicht_zum_blossen_lifestyle_verkommen.html
In diesem Artikal wehrt sich Ursula Brunner gegen Fairtrade als Modetrend. Dass der faire Handel salonfähig geworden ist, wertet sie zwar als Fortschritt. Nach der Pionierphase sei der faire Handel nun aber institutionalisiert und bürokratisiert worden. Dabei gerate in Vergessenheit, dass Fairtrade eine politische Bewegung sei. Damit es den Menschen im Süden besser geht, braucht es auch politische Rahmenbedingungen. “Fairer Handel darf nicht zum blossen Lifestyle verkommen”, sagt Ursula Brunner.
Zum Artikel in der NZZ gibt es noch eine Richtigstellung:
Falsch ist: “Wenig später hörten die Pionierinnen der Gebana AG auf und übergaben 1997 ihr Unternehmen für fairen Handel jüngeren Generationen. Diese führen heute die Firma unter dem Namen Terrafair weiter.”
Richtig ist: Die gebana AG heisst noch immer gebana AG. Unter dem Namen Terrafair formierte sich der ehemalige Verein gebana neu. Sie vertretten heute die KonsumentInnensicht im Fairen Handel. Sie leisten aktive Informations- und Bildungsarbeit zum Fairen Handel, recherchieren zu Produktionsbedingungen, Handelsmechanismen und Konsum und machen dieses Wissen einer breiten Öffentlichkeit zugängig.
Anmerken wollen wir, dass die Journalistin Dorothee Vögeli trotz der Bitte von Ursula Brunner und der gebana nichts zu privaten Themen zu schreiben, es nicht sein lassen konnte.
| Autor: Nicolas Blanchard | 14. Mai 2008 |
Es ist bereits Tradition: Alljährlich an den Pfingsten sind wir mit einem Stand an der Afropfingsten in Winterthur vertretten. Es war ein farbenfroher Markt mit viel Musik und gut gelaunten Menschen.
Das Interesse an unserern bio&fair Produkten überstieg all unsere Erwartungen. Unsere Mangos waren so begehrt, dass sie bereits am Samstagmittag ausverkauft waren.
Hier ein paar wunderschöne Eindrücke von den Afropfingsten von incuboy auf Flickr. Unbedingt ansehen!
| Autor: Andrea Oertli | 7. Mai 2008 |
Am Mittwochnachmittag sind alle Vorbereitungen für die Schulung der Kooperativen getroffen: Wir Praktikanten haben die Einleitung, den allgemeinen Teil über den Fairen Handel und die Information über das Zertifizierungssystem von FLO vorbereitet. Hamdia, Amina und Fatma übersetzten alle für die Bauern und Kooperativen wichtigen Zertifizierungskriterien ins Arabisch und druckten Informationsbroschüren aus. Diese können wir den Bauern am Ende der Schulung mitgeben.
Datum: 6. Mai 2008, 17 Uhr
Ort: Büro in der neuen Fabrik von gebana Maghreb, Kebili
Leitung der Veranstaltung:
Hamdia, Andrea und Sandro, Amina assistiert bei der Übersetzung
Teilnehmende:
Präsident der Kooperative Barghoutia, zwei Bauernvertreter von Barghoutia
Präsident und Financier der Kooperative Derjine, drei Bauernvertreter von Derjine
Programm:
- Fairer Handel generell und aus Sicht der europäischen Kunden (Sandro)
- Vorstellen von FLO, Einführung in das Zertifizierungssystem von FLO (Andrea)
- Wichtigste Zertifizierungskriterien für die Kooperativen und Bauern (Hamdia)
- Diskussion über die Verwendung der Fair Trade Prämie
Sprache:
Französisch-Arabisch, Arabisch-Französisch
Dauer der Veranstaltung: etwa 2 Stunden
- Die Teilnehmenden waren sehr konzentriert, machten sich zum Teil Notizen und wollten die behandelten Themen wirklich verstehen. Bei Unklarheiten fragten sie nach.
- Zwischdurch klingelte immer wieder ein Handy. In voller Lautstärke trällerte jeweils ein arabisches Lied aus dem kleinen Gerät.
- Über die Organisation FLO und das Zertifizierungssystem wussten die Teilnehmenden vor der Schulung nichts. Auch über die einzelnen Zertifizierungskriterien waren sie noch nicht informiert. Sie sind froh über die Schulung zu diesen Themen, damit sie sich selbständig besser auf die Zertifizierung vorbereiten können.
Wenn es um die Verwendung der Prämie geht, gibt es zwischen den Kooperativleitungen und den Kooperativmitgliedern einige Differenzen. Einige Bauern fordern immer wieder, dass die Prämie unter den Mitgliedern aufgeteilt wird und jeder individuell über deren Verwendung entscheiden kann. FLO schreibt aber vor, dass diese Prämie für Entwicklungsprojekte in der Kooperative verwendet werden soll.
Im letzten Jahr wurde ein Teil der Prämie in Baghoutia gebraucht um Stromrechnungen der Kooperative zu bezahlen. Dies dient zwar der ganzen Kooperative, doch leistet es keinen Beitrag zur Entwicklung der Gemeinschaft. In der Diskussion versuchen wir zu erklären, dass die Prämie, wenn es irgendwie geht, nicht zur Bezahlung von alltäglichen Kosten verwendet werden soll. Im letzten Teil der Diskussion geht es um die Frage, wie die Bauern besser in die Entscheidung über die Verwendung der Prämie miteinbezogen werden können. Die Idee eines Fragebogens wird geäussert, in welchem die Bauern ihre Wünsche für Projekte mitteilen können. Die Kooperativenleitung könnte dann diese Ideen auswerten und der GV einen Vorschlag präsentieren.
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| Autor: Andrea Oertli | 5. Mai 2008 |
Unsere Arbeit mit gebana Maghreb beginnt am Morgen mit Fatma, Hamdia, Amina und Taieb. Fatma und Hamdia arbeiten beide in Kebili für gebana Maghreb. Amina studiert eigentlich in Tunis und erledigt von dort aus administrative Arbeiten für gebana.
Das Zertifizierungssystem von FLO (Fair Trade Labelling Organisation) wurde überarbeitet und ist seit dem April 2008 eingeführt. Ziel des heutigen Tages ist es, dass unsere MitarbeiterInnen von gebana das neue System kennen lernen. Zuerst geht es um den Ablauf der Zertifizierung. Das Zertifikat wird für drei Jahre ausgestellt und wird jährlich kontrolliert. Nach jeweils drei Jahren wir das Zertifikat erneuert, wenn die Organisation alle geforderten Kriterien erfüllt. Bei den Zertifizierungskriterien handelt es sich um eine Liste mit gut 180 Punkten. Diese Regeln z.B die soziale Entwicklung und Struktur der Kooperative (Büro, Konten, Leitung der Kooperative, Mitglieder GV), wer über die Verwendung der Fair Trade Prämie entscheiden kann (GV), die Anwendung von Dünger, die Nicht-Diskriminierung der MitgliederInnen, bis zur Versammlungsfreiheit der Angestellten der Kooperative.
Am Nachmittag gilt es für uns alle diese Punkte durchzuackern. Für die MitarbeiterInnen von gebana ist es sehr wichtig, dass sie alle diese Kriterien kennen und genau verstehen, weil sie danach die AnsprechspartnerInnen für die Kooperativen sind, wenn es um die Frage der Zertifizierung geht.
Um die Arbeit für die Kooperativen zu vereinfachen sind die Kriterien in drei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe beinhaltet die Grundprinzipien des Fairen Handels, mit denen die Kooperativen von Anfang an konform sein sollen. Bei der Erneuerung des Zertifikats nach drei Jahren werden zusätzlich Messlatten gesetzt: Die Dokumentation aller Aktionen der Kooperative und Pläne zur Erreichung einer möglichst effizienten und gerechten Einsatz der Prämie. Weitere drei Jahre später sollten die Kooperativenmitglieder selber mehr Verantwortung für den Verkauf und die Vermarktung ihrer Datteln übernehmen.
Klare Organisationsstrukturen wie Statuten, Generalversammlung, Abstimmungen, Protokoll, Verwaltung, Budget, Abrechnung werden vorausgesetzt. Die Mitglieder, also die Bauern, müssen in kleinbäuerlichen Strukturen arbeiten und über den Fairen Handel informiert sein. Wichtig ist dass über den Einsatz der FairTrade Prämie zum Wohle der ganzen Gemeinschaft sinnvolle Projekte ausgewählt und umgesetzt werden.
Im vergangenen Jahr wurden über 20′000 Franken Prämie an die Association Barghoutia, eine der beiden Kooperativen von denen gebana ihre Datteln bezieht, ausbezahlt. Einige Bauern wollten dass diese Prämie unter ihnen aufgeteilt und ausbezahlt wird. Die Mehrheit in der GV entschied sich dann aber für Projekte zur Entwicklung der ganzen Gemeinschaft: Unter anderem wurden neue Geräte gekauft, Wasserleitungen repariert, Strom sowie kleinere Infrastrukturbauten finanziert (15′000 Fr.). Weitere 4000 Fr. wurden für soziale Projekte investiert: z.B. ein Zentrum, in welchem die Frauen und Mädchen des Dorfes traditioneller Handarbeit nachgehen können und für die Region typische Gegenstände herstellen. Auch werden mit diesem Geld Familien unterstützt, die sich die Schulmaterialien für ihre Kinder aus eigener Kraft nicht leisten können. Die restlichen 1000 Franken wurden für Schulungen im Bereich des biologischen Anbaus gebraucht.
Das genaue Studium aller Kriterien dauert den ganzen Tag und die Arbeit ist sehr anstrengend. Das Umdenken in andere Sprachen fordert das Hirn zusätzlich. (Die Liste mit den Zertifizierungskriterien ist auf Englisch, unsere Diskussion ist hauptsächlich auf Französisch, zum Teil besprechen unsere KollegInnen von gebana Maghreb etwas auf Arabisch und übersetzen dann für uns). Doch es beklagt sich niemand. Zwischendurch habe ich das Gefühl ich bin nicht mehr fähig etwas zu erklären oder ein Kriterium zu diskutieren. Dann erinnere ich mich daran, dass Amina die ganze letzte Nacht im Bus von Tunis nach Kebili verbracht hat und bereits seit 5 Uhr morgens wach ist. Doch sie lässt sich nichts anmerken und ist engagiert bei der Sache. Also beisse auch ich die Zähne zusammen.
Schliesslich endet der Tag mit einem Ausblick auf die kommende Woche. In einer Schulung am folgenden Mittwoch werden wir die von uns erarbeiteten Informationen den Kooperativen und einigen Bauern vereinfacht erklären. Die Schulung soll auch Gelegenheit bieten nochmals mit den Bauern die Grundprinzipien des Fairen Handels zu diskutieren.
Weitere Informationen zu FLO und dem FLO-Zertifizierungssystem unter www.fairtrade.net und
www.flo-cert.net