| Autor: Sandra Dütschler | 14. Juni 2010 |
Was bedeutet die Weltmeisterschaft eigentlich für SüdafrikanerInnen? Wir haben die KünstlerInnen von Rootz Creationz in Durban und StreetWires in Kapstadt gefragt:
“In letzter Zeit gab es mehrere Fussball-Initiativen für Jugendliche in den Townships und auf dem Land. Das ist positiv, denn Sport hält die Jugend von Drogen, Alkohol und Kriminalität ab. Die WM im eigenen Land gibt den Jungen Mut und Motivation.”
“Wir alle haben Hoffnung in die Weltmeisterschaft - dass sie ein grosser Erfolg wird und dass die Besucher sich amüsieren und eines Tages zurückkommen
nach Durban und Südafrika.”
“Manche von uns haben an einem grossen Gebet aller Kirchen teilgenommen, um für den Erfolg der Weltmeisterschaft zu beten.”
“Ein Fussballspiel mit Vuvuzelas mit zu erleben ist eine wahnsinns Erfahrung. In der Menge gibt es die erfahrenen Spieler, welche die Menge anführen. Die weniger erfahrenen folgen dem Spiel oder antworten darauf. Die Energie, die die Vuvuzelas ins Spiel bringen, ist einzigartig!”
“Dank der Weltmeisterschaft konnten wir unsere Produktion erhöhen. Wir machen Überstunden und arbeiten 6 Tage pro Woche - natürlich bezahlt. Ausserdem konnten sechs junge Frauen ins Projekt aufgenommen werden. Wir werden unsere Produkte auf einem Markt am Strand von Durban während der WM verkaufen - hoffentlich haben wir genug Lagerbestände produziert!”
Bestellen Sie hier die Produkte von Rootz Creationz und StreetWires
| Autor: Elias Koster | 20. Mai 2010 |
Um auf den internationalen Tag des Fair Trade Frühstücks aufmerksam zu machen, wurde unter anderem ein ein Flashmob . Dieser Tag lief im Rahmen der Aktion „Fair Trade Breakfast”, die vom 19. April bis zum 23. Mai durchgeführt wird und von den verschiedensten Firmen und Organisationen unterstützt wird. Weitere Infos zu dieser Aktion erhalten Sie unter www.fairtradebreakfast.ch.
Die Vorgaben für den Flashmob waren simpel: Besammlung am Samstag, 8. Mai um 11.00 in der Bahnhofshalle des Hauptbahnhofs Zürich. Nachdem das Signal (in unserem Fall eine Trillerpfeife) ertönt, setzen sich alle Teilnehmer um die aufgestellte Kaffeetasse und Frühstücken für 5 Minuten, selbstredend mit fair gehandelten Zutaten.
Schon am Freitagabend trafen sich zwei gebana-Mitarbeiterinnen zum gemeinsamen T-Shirt-Gestalten, damit das anwesende gebana-Team, inklusive des erfreulicherweise zahlreich vertretenen Nachwuchses, einheitlich auftreten kann.
Am Morgen des 8. Mai beim Treffpunkt angekommen, mussten wir uns zuerst orientieren. Es hatte im Aufruf geheissen, dass wir uns bei der Kaffeetasse versammeln, welche wir aber vergebens suchten. Schon bald aber waren alle Spekulationen vergessen. Denn kurz nach 11.00, noch vor dem Signal, konnte man die ersten Decken erblicken, welche inmitten der grossen Bahnhofshalle ausgelegt wurden und dem Überaschungsmoment ein wenig die letzte Spannung raubten. Beim Ertönen der Trillerpfeife hatten sich schon viele hingesetzt, sicherlich auch im Wissen, dass 5 Minuten sehr kurz werden könnten für ein ausgiebiges Frühstück, was sich später auch bewahrheiteten sollte.
Unsere dreizehn-köpfige gebana-Truppe, klar erkennbar durch die gelben T-Shirts, setzte sich in kreisförmiger Anordnung auf die mitgebrachten Decken. Schnell waren die Zutaten ausgepackt und es wurde alles verteilt und geteilt. Ein kleiner Auszug der Produkte: Quinoa Müesli, warmer Kaffee, Orangensaft, Reiswaffeln mit Schokobrotaufstrich (klarer Favorit der jüngeren Generation), Bananen,…
Kaum hatten wir uns eingerichtet, die ersten Bissen verzehrt und zwei, drei Schlücke Kaffee getrunken, ertönte wiederum die Trillerpfeife und wir wurden aus dem gemütlichen Frühstücks-Traum in die Realität der hektischen Hauptbahnhofsstimmung zurückgeholt. Die Decken wurden verpackt, die Zutaten versorgt und die Nutella-Mäuler geputzt.
Zusammenfassend kann man den Anlass meiner Meinung nach als sehr gelungen einstufen. Er erreichte niemals die Popularität einiger vorangegangener Flashmobs. Bedingt war dies hauptsächlich durch zwei Faktoren: Samstagmorgen schlafen viele Leute noch aus und im Hauptbahnhof ist noch nicht so viel los, zweitens ist der Anlass nicht für viele Jugendliche interessant, die als Haupt-Zielpublikum für Flashmobs gelten. Doch es hat uns Spass gemacht, doch in einige verdutzte Gesichter zu schauen. Es haben es sicher alle genossen, mal in einer etwas unüblichen Atmosphäre zu frühstücken.
Was ist ein Flashmob?
Übers Internet - meist Facebook, da sich dieses besonders gut eignet - werden Leute zusammengetrommelt, welche sich an einem bestimmten Tag an einem gemeinsamen Ort treffen. Sobald nun das im Voraus abgemachte Signal ertönt, spielen alle Beteiligten ein Sujet bzw. zeigen ein gleiches Verhalten, das je nach Motto variieren kann. Es kann dies ein „Freeze” sein (alle frieren in Ihrem momentanen Bewegungsablauf ein und bewegen sich nicht mehr weiter), ein kollektives „sich-auf-den-Boden-setzen”, ein gleichzeitiges Telefonat aller Beteiligten über dasselbe Thema, und vieles mehr. Interessant daran ist, dass sich die Teilnehmer oftmals vorher nicht kennen, sie erhalten dadurch aber einen Zusammenhalt, können zusammen etwas bewegen und somit ein Zeichen setzen. Dies nennt die moderne Sprache einen Flashmob (auf deutsch etwa aufgewiegelte Volksmenge).
| Autor: Sandra Dütschler | 5. März 2010 |
Immer wieder wurde in der Vergangenheit über unmenschliche Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit auf westafrikanischen Kakaoplantagen berichtet. Die Alternative dazu ist Kakao aus fairem Handel, der Marktanteil von Fair Trade Schokolade ist jedoch noch verschwindend klein.
Durch die Kritik von Seiten verschiedener Organisationen, Medien und Öffentlichkeit unter Druck geraten, müssen sich langsam aber sicher auch die “grossen” unter den Schokoladeherstellern Gedanken darüber machen, woher sie ihren Kakao beziehen. Hoffen wir, dass sie dies auch tatsächlich tun.
Die Sendung Kassensturz auf SF1 sendete am 1. Dezember 2009 einen Beitrag über Kindersklaven in der Côte d’Ivoire. Sehen Sie den Fernsehbeitrag oder lesen Sie eine Zusammenfassung davon.
| Autor: Sandra Dütschler | 4. Februar 2010 |
Unter diesem Titel organisieren die beiden kirchlichen Hilfswerke Fastenopfer und Brot für Alle gemeinsam ihre diesjährige Kampagne. Dass über eine Milliarde Menschen auf der Welt noch immer zu wenig zu essen haben und damit vom Recht auf Nahrung ausgeschlossen sind, ist für die Veranstalter der Anlass, das Thema aufzugreifen. Diverse Veranstaltungen sowie konkrete Aktionen sollen auf die Thematik der (Un-)Fairness im globalen Handel aufmerksam machen.
Hier erfahren Sie mehr über die Ökumenische Kampagne 2010.
Ici vous trouvez plus d’informations sur la Campagne Oecumenique 2010.
| Autor: Sandra Dütschler | 1. Februar 2010 |
Lesen Sie hier den Beitrag des Journalisten Stefan Hartmann von seinem Besuch bei den Dattelbauern der gebana Maghreb, der vor Weihnachten in der Zeitschrift Bioterra erschienen ist.
| Autor: Simon Brassel | 5. August 2009 |
In unserem Sommermailing stellten wir unter anderem einen handgemachten Radioempfänger vor - gefertigt in Südafrika aus Getränkedosen und Draht. Im Namen der Produzenten bedanken wir uns herzlich für das grosse Interesse und die zahlreichen Bestellungen und möchten die Gelegenehit nutzen, dieses Projekt an dieser Stelle kurz vorzustellen.
Streetwires entstand im Jahr 2000 dank der Initiative einer kleinen Gruppe südafrikanischer UnternehmerInnen und Kunsthandwerker. Hauptziel des Projektes ist die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und des tiefen Bildungsstandes, die bei der schwarzen Bevölkerung besonders stark verbreitet sind. So will Streetwires mit der Herstellung von Gegenständen aus Draht – ein Kunsthandwerk, das gewöhnlich im informellen Sektor ausgeübt wird – stabile Verdienstquellen und Ausbildungsmöglichkeiten schaffen. Das Produktions- und Ausbildungszentrum in Kapstadt, das zur Zeit gegen 120 Künstlerinnen und Künstler zählt, ist landesweit als Pilotprojekt anerkannt.

Die Radiokünstler aus Südafrika sind fussballbegeistert
Ein besonderes Anliegen gilt alleinstehenden Frauen und Jugendlichen ohne Schulabschluss. Streetwires ist es bereits gelungen, mehrere unqualifizierte HandwerkerInnen derart zu befähigen, dass sie heute für verantwortungsvolle Aufgaben (z.B. Verwaltung, Marketing, Qualitätskontrolle…) zuständig sind. Drahtartikel werden meist nur von Männern hergestellt. Bei der Produkteentwicklung nimmt Streetwires speziell Rücksicht auf Frauenförderung: Dank der Verzierung der Gegenstände mit Perlen steigt die Zahl der Arbeitsplätze für Frauen stetig. Ferner plant Streetwires, dezentralisierte Handwerks-Gruppen mit dem Aufbau eines Netzwerkes zu unterstützen.
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| Autor: Nicolas Blanchard | 22. Juli 2009 |
Der zweite Teil der «Rundschau»-Sommerserie führt in die Hauptstadt Burkina Fasos, die Peer Steinbrück in einem Atemzug mit der Schweiz als Steuerparadies kritisiert hat. In Ouagadougou organisiert der Westschweizer Philippe Fayet die Schweizer Entwicklungshilfe. «Rundschau»-Moderatorin Sonja Hasler ist mit dem Leiter des Deza-Büros unterwegs und zeigt, wie die jährlich rund 22 Millionen Franken Hilfsgelder investiert werden.
Ausstrahlung: Mittwoch 22. Juli 2009, 20:50, SF1
Weitere Infos: http://www.sf.tv/sendungen/rundschau
| Autor: Mirjam Güntert | 15. Juni 2009 |
Reisebericht aus Burkina Faso, April 2009
Was mich in Burkina Faso erwartet, kann ich nur knapp erahnen. Bereits sind vier Jahre vergangen, seit ich das letzte Mal dort war - vieles wird sich seither verändert haben!
Gestartet hat die gebana in Burkina Faso im Jahr 2000 mit dem Verkauf von 5 Tonnen getrockneten Mangos. Innerhalb der nächsten 7 Jahre konnte die Menge dank des Booms von Fairtrade-zertifizierten Produkten auf 400 Tonnen Mango gesteigert werden. Damit wurde tausenden von Bauernfamilien ein kleines Einkommen gesichert. Die zu optimistische Planung der Grosskunden, verbunden mit dem durch die Finanzkrise ausgelösten Lagerabbau, bewirkte einen drastischen Rückgang der Verkäufe. Im laufenden Jahr werden wir nicht einmal die Hälfte des Rekordumsatzes von 2007 erreichen. Zusätzlich geraten die Mango-Preise massiv unter Druck. Die Boomjahre der Fairtrade und Bio-Trockenmangos sind vorbei.
Das Land ist karg, die Hitze enorm, Wüstenstaub überall - angespannt und mit vielen Fragen im Kopf reise ich von Ouagadougou zu einem Bauerntreffen nach Bobo-Dioulasso. Es gilt, die Bauern über die schlechte Marktsituation in Europa zu informieren und Massnahmen zu diskutieren. Zahlreiche Bauernfamilien werden den Anschluss an den Markt verlieren: Wie können Sie sich das Überleben in einem Land sichern, wo das durchschnittliche Tageseinkommen bei einem Dollar liegt? Werden sie der gebana weiterhin vertrauen? Wir wissen, dass die Bauern diejenigen sind, die am meisten unter dieser Situation leiden.
Das Treffen war wie erwartet angespannt, viele Fragen wurden gestellt und auch mit Kritik an den Kunden und an der gebana wurde nicht gespart. Dennoch scheint es, dass das Vertrauen in die gebana trotz dem schwierigen Marktumfeld bestehen bleibt - gerade auch, weil wir uns der Auseinandersetzung stellen und gemeinsame Lösungen suchen. Ich war tief beeindruckt vom Mut, von der Intelligenz und dem bissigen Humor mit dem die Bauern auf die Situation reagiert haben. Den Tag lassen wir bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen.
Fairer Handel ist und bleibt eine Gratwanderung. Er bedeutet für alle Beteiligten immer wieder finanzielle Engpässe und Durststrecken, die es zu überbrücken gilt. Es ist ein langer und fast unmöglicher Prozess, für alle Beteiligten gerechte Ausgangslagen zu schaffen. Er erfordert Geduld und kommt nicht ohne Kompromisse aus. Vertrauensvolle Beziehungen zwischen allen Akteuren der Handelskette ermöglicht es dennoch, in dieser schwierigen Situation zu bestehen und ausgleichend zu wirken.
Mein Gepäck steht bereit. Die Tage in Burkina Faso waren gefüllt mit Erlebnissen, Eindrücken und Bildern - die Menschen, die Farben, das Licht und der blaue Himmel werden mir fehlen. Zurück im Büro in Zürich werde ich nun doppelt motiviert sein und mein Bestes geben, um die getrockneten Mangos zu verkaufen.
| Autor: Nicolas Blanchard | 14. Mai 2009 |
Zurzeit erlebt der Faire Handel einen Boom. Doch er sieht sich auch zahlreichen Herausforderungen gegenüber. Wie bewältigt er sein eklatantes Wachstum und eröffnet neue Marktfelder? Bietet er überzeugende Antworten für die drängenden ökologischen Fragen? Gelingt es ihm, einen wirkungsvollen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten?
Diesen Themen gehen Carole Schaber und Geert van Dok nach. Sie nehmen die Fairhandels-Akteuer in die Pflicht, gemeinsam neue, bisweilen auch unsichere Wege für mehr Fairness im weltweiten Handeln zu beschreiten. Gleichzeitig fordern sie Politik und Wirtschaft auf, sich glaubhaft für die Anliegen des Fairen Handels zu engagieren. Damit dieser auch künftig eine Erfolgsgeschichte zugunsten benachteiligter Menschen im Süden schreibt.
“Die Zukunft des Fairen Handels” von Carole Schaber und Geert van Dok.
Erschienen im Caritas-Verlag. ISBN 978-3-85592-118-8
| Autor: Simon Brassel | 18. März 2009 |
Gebana-Rohwaren sind in den unterschiedlichsten Produkten enthalten. So enthält beispielsweise Rivella Gelb gebana bio&fair Sojaserum, welches bei der Produktion von Bio-Tofu in Deutschland anfällt und bei Cremen von Bodyshop bildet bio&fair Sojaöl von gebana Brasilien die Grundsubstanz.
Zu Ostern bieten wir ein neues Produkt mit gebana Beteiligung an: Schweizer Bio-Eier. Zur Herstellung von Bio-Eiern wird Bio-Soja als Futtermittel verwendet. Diese Soja wächst nicht in der Schweiz, sondern wird aus China, Brasilien und Osteuropa importiert. In Brasilien produziert beispielsweise ein einzelner Betrieb rund die Hälfte der landesweiten Bio-Soja. Dies entspricht der doppelten Menge, welche die 400 Kleinbauernfamilien der gebana Brasilien anbauen. Damit werden bei Bio-Ostereiern neben dem Einhalten von Biorichtlinien auch soziale Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne zum Thema.
Unsere Ostereier stammen von Schweizer Bio-Betrieben, welche ihr Futtermittel von der Mühle Lehmann beziehen. Da die Mühle Lehmann Kunde von gebana Brasilien ist, erhalten diese Betriebe bio&fair Sojapresskuchen. Bei diesen Eiern sind also nicht nur die Hühner glücklich, sondern auch die Kleinbauernfamilien, denen die gebana auch für ihre Soja zweiter Qualität einen angemessenen Fairtrade-Preis bezahlt. Erstaunlicherweise ist sogar die Ökobilanz der gebana Soja trotz dem weiten Schiffstransport sehr gut - dank dem Klima und der Handarbeit. Eine Studie dazu finden Sie unter www.gebana.com.