| Autor: Sandra Dütschler | 19. Dezember 2008 |
Mittlerweile hat die Vereinigung 28 Mitglieder. Seit 2001 kauft die Gebana unsere Bananen, um sie zu trocknen und in Europa zu verkaufen. Eigentlich sollten wir den Trocknungsvorgang selbst übernehmen, doch damit gab es Schwierigkeiten. Zurzeit werden unsere Bananen von einem kleinen Unternehmen in einer naheliegenden Ortschaft getrocknet, aber wir möchten dies gerne wieder selber machen - so bleibt die Arbeit und der Ertrag im Dorf. Die Gebana hat uns ihre Unterstützung zugesagt und wenn alles gut geht, produzieren wir bald in Rio Verde.
![]() Das Dorf Rio Verde |
![]() Ein Teil der Mitglieder der Associacao von Rio Verde |
![]() Versammlung der Vereinigung der Bauernkooperative |
![]() Antonio bei der Versammlung |
Der faire Handel hilft uns, dass wir von unserer Arbeit leben können und wir hoffen, dass so auch die nächste Generation in der Gemeinde bleibt. Aber die Bürokratie für die Zertifizierung bereitet uns grosse Schwierigkeiten. In der Associação teilen wir uns die Arbeit auf, jeder übernimmt freiwillig einen Teil. Das führt allerdings dazu, dass niemand den Überblick hat. Auch die Kommunikation war lange ein Problem, da unser Dorf sehr abgelegen liegt, wir die Post in der Stadt abholen müssen und wir nur ein einziges öffentliches Telefon haben. Aber die Situation verbessert sich stetig, seit neuestem funktionieren hier Mobiltelefone und bald soll es auch einen Internetanschluss geben. Ich selbst bin Lehrer an der Dorfschule, meine Bananenpflanzung betreibe ich nebenbei. Dabei helfen mir meine Frau Maria und meine fünf Kinder. Ausser mein ältester Sohn Erasmo, der ist in die Stadt gezogen und arbeitet jetzt in Paranaguá im Hafen.
![]() Bananenhain in Rio Verde |
![]() Bananenstaude |
Die Vielfalt an Bananensorten hier ist gross. Sie haben Namen wie ‚Silberbanane’ und ‚Goldbanane’, ‚Schwarze’ und ‚Graue Banane’. Ausserdem gibt es die ‚Erdbanane’, die ‚Apfelbanane’ und die ‚Schelmbanane’. Angebraten, gekocht oder gestampft verwenden wir die verschiedenen Sorten bei der Zubereitung von Speisen. Allerdings schätzen viele Leute in unserer Gegend die Banane als Nahrungsmittel nicht sonderlich, wahrscheinlich weil sie im Überfluss vorhanden ist. Ich sehe das anders: Die Banane ist eines der nährstoffreichsten Lebensmittel überhaupt. Deswegen esse ich jeden Tag mindestens eine Banane roh.”
Die Bananenpflanzer Antonio (rechts) und Ademir zu Besuch bei der Gebana Brasil in Capanema
Die getrockneten Bio&Fair Bananen von der Bauernkooperative Rio Verde sind über den gebana bio&fair Direktversand erhältlich.