Archiv für November 2008

Mango aus Fairem Handel: Beitrag in CashTV

Am Sonntag 23. Novemeber 2008 strahlte CashTV auf SF2 einen Beitrag über gebana Afrique und die Mango Produktion der Bauernkooperativen Wouol und TON aus.

Geschenke aus Fairem Handel Teil4: Sorgenpuppen aus Guatemala

Guatemala besitzt eine der lebendigsten Textilgeschichte Lateinamerikas. Handgewobene Stoffe bildeten die Lebensgrundlage tausender Familien im Hochland. Unter dem Preisdruck internationaler Konkurrenz begann ein rasanter Qualitätszerfall, mit dem der Zerfall der handwerklichen Textilproduktion einherging. Peter Höltschi von El Tucan, seit 1984 jährlich mehrere Wochen in Guatemala lebend, sah diesen Zerfall kommen und legte 1992 den Grundstein für eine Textilproduktion, die heute, 2008 zwei Dutzend Kunsthandwerker in den Departementen Solola, Totonicapan und Quiché beschäftigt.

Die Stoffe von El Tucan basieren auf den traditionellen kunsthandwerklichen Techniken, unterscheiden sich aber in der Qualität durch die benutzten Rohstoffe. So bilden mercerisierte Baumwolle (Veredelung von Baumwollerzeugnissen zur Erhöhung des Glanzes, des Farbstoffaufnahmevermögens, der Festigkeit, Dehnung und Elastizität durch Behandlung mit 20 bis 30% Natronlauge unter Spannung und/oder Streckung) und schadstofffreie Farbstoffe die Grundlage für Produkte mit europäischen Qualitätsstandards.

Das El Tucan Stoffdesign kombiniert guatemaltekisches Kulturgut und europäische Farbvorstellungen und sämtliche Schnittmuster - ob Kinderkleider oder Männerhemden - basieren auf internationalen Konfektionsstandards.

Sorgenpuppen aus Guatemala

SorgenpuppenKinder in Guatemala vertrauen diesen Puppen ihre Sorgen an und werden so ihre Sorgen los. Diese legen sie dann abends unters Kopfkissen, am Morgen sind dann nur noch die Puppen unter dem Kissen… Dieses schöne, emotionale Geschenk wird in Guatemala durch zwei Dutzend Kunsthandwerker hergestellt, welche sich dank der Initiative von El Tucan dem Qualitätszerfall der guatemaltekischen Textilproduktion entziehen konnten und dadurch ein existenzsicherndes Einkommen erzielen.

Weitere Infos: www.gebana.com/weihnachtsgeschenke_aus_fairem_handel.htm

Bio&Fair Weihnachtsgeschenke. Teil1:Keramikfiguren aus Guatemala, Teil2: Christbaumschmuck aus Mexiko, Teil3: Das Geheimnis der Bäume

Fair gehandelte Weihnachtsgeschenke Teil3: Das Geheimnis der Bäume

Geheimnis der Bäume

Das Buch “Das Geheimnis der Bäume” ist ein echtes Kunstwerk!

Die Bäume arbeiten tagsüber für den Menschen und erwecken nachts die guten Geister zum Leben. Für die Gond, eines der ursprünglichen Völker Indiens, steht der Baum im Zentrum des Lebens, denn traditionell leben sie in den Wäldern.

Die Lebenswelt der Gond zwischen Tradition und Innovation

Mit Bildern von Bhajju Shyam, Durga Bai und Ram Singh Urveti, alle drei Angehörige der indischen Gond, eröffnet sich hier vor unseren Augen eine wundersame, kunstvolle, aber auch bedrohte Welt voller Geschichten und Geheimnisse. Bhajju Shyam, 1971 geboren, wurde 2001 als bester indigener Künstler Indiens ausgezeichnet. Seine Werke wurden bereits in Indien und Europa ausgestellt. Durga Bai ist 1974 im Dorf Mandla in Madhya Pradesh geboren. Sie ist eine innovative Gond-Künstlerin, deren Werke sich durch einen eigenständigen Stil auszeichnen. Für ihre Arbeiten wurde sie ber

eits mit verschiedenen Preisen geehrt. Ram Singh Urveti, 1970 geboren, wird von anderen Gond-Künstlern sehr geschätzt. Es sind ganz besonders seine Arbeiten, die das Leben und die Mythen der Gond weltweit bekannt gemacht haben. Auch er ist mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden.

Die indische Künstlerin Durga Bai lebt in Bhopal, doch sie kam in einem kleinen Dorf im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh zur Welt. Sehr jung wanderte sie mit ihrer Familie in die über 300 Kilometer entfernte Stadt ab, denn es gab kein Einkommen und keine Krankenversorgung in ihrer Heimat. Durga Bai hat nie schreiben und lesen gelernt, wie viele andere indigene Menschen – «Adivasi» – in Indien. Aber sie hat die künstlerische Tradition ihrer Herkunft mitgenommen und erzählt in ihren Zeichnungen und Bildern von Mythen, Geschichten und vom Alltag der Gond, einer indigenen Ethnie Indiens.

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Das Kunsthandwerk der Blechbearbeitung hat sich in verschieden Regionen Nord und Südamerikas entwickelt. So bei den Puebloindianer in den USA und in Ayacucho, Peru. Doch nirgends ist eine solche Dynamik entstanden wie in Oaxaca, wo das Kunsthandwerk mexikanische Lebensfreude in wunderschönsten Farben ausstrahlt.

Hammerschläge auf Metall tönen ins Quartier und empfangen die Besucher schon von weitem. An einer steilen Strasse, kurz vor der Kurve steht etwas erhöht das Haus und die Werkstatt von Hipolito Garcia. Schon als Junge erlernte er das Kunsthandwerk der Blechbearbeitung, das er heute mit seinem Sohn ausführt. Zusammen stehen sie in der Werkstatt, in der verschiedene 1.20 Meter hohe Holzstöcke stehen, auf denen das Blech mit dem Hammer getrieben wird. Jeder Punkt der das Blech ziert ist ein Hammerschlag, Ob eine Blume, ein Blatt oder Rankenmuster, einzelne, dutzende oder gar hunderte von Hammerschlägen zieren die Figuren. Bevor das Blech getrieben werden kann, müssen die Formen mit Zirkel und Reissnagel vorgezeichnet werden, danach mit riesigen Blechscheren ausgeschnitten. Je nach Produkten werden die Formen von Hand gebogen und gelötet. Ganz am Schluss der Produktion steht das Bemalen.

Hipolito Garcia und seine Frau Juliana betreiben dieses Gewerbe seit langer Zeit, in den letzten Jahren unterstütz durch Sohn und Schwiegertochter. Die Männer betätigen sich in der Werkstatt während die ruhigen Frauenhände malen. Durch die schwierigen Umstände in den letzten Jahren, durch Streiks und Volksaufstände, sind die Arbeits und Lebensumstände für die Kunsthandwerker in Oaxaca sehr schwierig geworden. Hipolito, dessen Arbeiten sich durch hohe Qualität auszeichnen freut sich sehr über den Arbeitsauftrag der Gebana, vergrössert sich dadurch sein Absatzmarkt und erlauben ihm und seiner Familie eine bessere Perspektive für das Ende des Jahres und auch für Weihnachten. So verhelfen die farbigen Weihnachtbaumanhänger zur doppelten Freude!

Bunter Christbaumschmuck aus Mexiko

Bunter Christbaumschmuck aus Mexiko, fair gehandeltDieser etwas andere Weihnachtsbaum-Schmuck besteht aus acht verschiedenen Motiven aus buntem Blech in  einer farbig verzierten Dose. Das Kunsthandwerk des getriebenen Blechs, welches zuerst in die gewünschte Form geschnitten, dann mit Hammerschlägen verziert und schlussendlich mit Farben bemalt wird.

Weitere Infos: www.gebana.com/weihnachtsgeschenke_aus_fairem_handel.htm

Bio&Fair Weihnachtsgeschenke. Teil1:Keramikfiguren aus Guatemala

Sind Sie auf der Suche nach originellen Weihnachtsgeschenken für Freunde und Bekannte? Wie jedes Jahr haben wir Geschenke aus aller Welt zusammengestellt. Dieses Jahr so viele wie noch nie! In einer Blogserie wollen wir die Geschenke näher vorstellen. Die Serie beginnen wir mit den Keramikfiguren von der Familie Gomez aus Guatemala.

Die Familie Gomez stammt aus Chinautla, welches in den Siebzigerjahren durch ein schreckliches Erdbeben völlig zerstört wurde. Durch internationale Hilfe wurde den Überlebenden als neues Zuhause in Guatemala Stadt das Viertel Chinautla gebaut. Die Bewohner brachten von ihrem alten Zuhause die Kenntnisse und Fähigkeiten des Töpferns mit, welche im neuen Viertel weiterlebten und sich entwickelten.

Hauptabsatzmarkt für die Kunsthandwerkerinnen sind die Händler im Mercado Central in Guatemala Stadt. Per Zufall lernte Peter Höltschi von El Tucan Gladiz Gomez kennen. Sie lernte von ihrer Mutter und Grossmutter das Kunsthandwerk. Zusammen mit ihrer Schwester betreibt sie nun eine Produktion unter eigener Regie, wo die verschiedenen Generationen sich natürlich gegenseitig unterstützen. Peter Höltschi ist der einzige ausländische Kunde von Gladys und ihrer Familie. Durch das ausschalten der Zwischenhändler erhöhte sich der Verdienst der Frauen. Doch ist dies nicht der einzige Pluspunkt dieser Beziehung, denn der Austausch zwischen Produzentin und Endverkäufer, zwischen Guatemaltekin und Schweizer, ist sehr befruchtend für die Kreativität und die Produktion.

Krippenfiguren-Set und Engel

Diese dekorativen Krippenfiguren aus Keramik bestehen einerseits aus einem Krippen-Set mit 12etwa 5 cm grossen Figuren und andererseits aus einem 10 cm grossen Engel mit integriertem Kerzenhalter.

Weitere Infos: www.gebana.com/weihnachtsgeschenke_aus_fairem_handel.htm

Gedanken zum fairen Handel

Gerechtigkeit

Gerechtigkeit für alle Menschen war für uns von Anfang an nicht nur eine Vision und ein Ziel für unsere Arbeit, sondern auch die Kraft, die unser Handeln bestimmte. Schon früh erkannten wir aber, dass wir nicht sagen können: ‚Hier haben wir ein gerechtes Produkt, für das wir einen gerechten Preis bezahlen’. Wir haben immer nur mit grosser Behutsamkeit den Begriff Gerechtigkeit in den Mund genommen. Wir erkannten, dass das, was wir zu erreichen versuchten, mit Gerechtigkeit etwas zu tun hatte, aber noch lange nicht wirklich Gerechtigkeit war.

Mein Traum

Hunger und Armut sind nicht Schicksal. Millionen reicher Menschen kaufen und geniessen Güter, für deren Herstellung die Menschen der Dritten Welt nur einen Hungerlohn erhalten.
Wenn ich von Gerechtigkeit spreche, geht es um die Veränderung der Lebenssituation benachteiligter Menschen. In meinem Traum verhandeln alle, die an der Produktion und dem Handel eines Produktes beteiligt sind, die Preise, Margen und Kosten. Am Ende würde es keine Grossverdiener geben, aber auch keine Verlierer. Es würde jeder erhalten, was er braucht.

Auf dem Weg

Gerechter Handel ist eine Gratwanderung. Er bedeutet gerade für kleine Unternehmen wie die gebana ag immer wieder finanzielle Engpässe und Durststrecken. Es ist ein langer Prozess, für alle Beteiligten gerechte Ausgangslagen zu schaffen. Er erfordert viel Geduld und kommt oft nicht ohne Kompromisse aus.
Dabei ist es wichtig, zum Unvollendeten zu stehen und zugleich die Menschen zum Tun des Vorläufigen zu ermutigen. Für uns war die Frage nach dem gerechten Preis, dem gerechten Handel, immer ein Prozess geblieben und die Frage nach der Gerechtigkeit ein Weg.

Hoffnung

Auch wenn wir mit der Arbeit für einen Fairen Handel oft an Grenzen stossen, ist es notwendig, diese Bestrebungen fortzuführen. Jeder Schritt in diese Richtung, gibt Menschen Hoffnung auf eine gerechtere Welt. Wir KonsumentInnnen sind die letzten Glieder in einer langen Kette und haben als solche konkrete Möglichkeiten, vieles zu bewegen.
Es braucht noch sehr viel mehr, mehr Menschen, mehr Bewusstsein, mehr Bereitschaft, mehr Kenntnisse, mehr Tatkraft und mehr Hoffnung, etwas bewirken zu können, damit mehr Gerechtigkeit möglich wird. Gerechter Handel ist eine Hoffnung, die wir nie aufgeben dürfen.

Ursula Brunner, Pionierin des Fairen Handels
Gedanken aus den Jahren 1994-2008