Archiv für März 2008

Fair Trade Movie

Video von Transfair USA.

Artikel in der TAZ

Am Samstag 29. März 2008 erschien in der deutschen TAZ ein schöner Bericht über unsere Pressereise nach Tunesien.

Viel Spass beim Lesen.

http://www.taz.de/4/reise/afrika/tunesien/artikelseite/1/
fair-trade-in-der-oase/?src=SE&cHash=1a351bb51d

Cashew: die unbekannte Nuss - oder doch nicht?

Die Cashews fungieren im gebana-Shop unter der Rubrik Nüsse. Doch eigentlich handelt es sich botanisch gesehen gar nicht um Nüsse, sondern um Samen. Die meisten Cashewnuss-Geniesser kennen auch den Cashew-Apfel nicht. Dieser ist eine sogenannte Scheinfrucht, eine fleischige, sehr saftige Frucht mit eigentümlichen Geschmack. Am Fruchtende wächst eine einzige Cashewnuss, die in einem aufwändigen Prozess aus ihrer Schale gelöst werden muss. Die Arbeitsschritte werden auf der Homepage der Kooperative Wouol, welche für die gebana Cashews herstellt beschrieben: http://www.wouol.org/produits_eng.htm Kennt man den Herstellungsprozess der Cashews, kann man sie noch bewusster geniessen.

Schweizer sind Bio-Weltmeister

Gemäss BioSuisse sind die Schweizer Weltmeister im Konsum von Bio Lebensmittel: durchschnittlich geben die Schweizer Haushalte jährlich rund 175 Franken für Bio-Produkte aus. Vor allem bei Gemüse und Früchten griffen die Schweizer im vergangenen Jahr auf Bio-Produkte zurück. Die hohe Nachfrage bei Bio-Eiern führte sogar zeitweise zu Lieferengpässen.

Der Umsatz mit Bio-Produkten stieg im Jahr 2007 um 7,7 Prozent auf 1,3 Milliarden Franken (8% des Gesamtumsatzes), ein doppelt so starkes Wachstum wie bei konventionell erzeugten Lebensmitteln. Von den steigenden Umsätzen profitierten besonders die Direktvermarkter und der Bio-Fachhandel. Die Direktvermarkter kamen 2007 auf einen Umsatz von 62 Millionen Franken (plus 12 Prozent), die Bioläden und Reformhäuser auf einen von 199 Millionen (plus 10 Prozent).

Weitere Infos: NZZ Artikel vom 27.03.2008

Ökobilanzen werden in Politik und Wirtschaft mehr und mehr genutzt. Mit ihnen lassen sich die Umweltwirkungen von Produkten umfassend analysieren. Ein wichtiges Hilfsmittel sind Datenbanken, von denen die grösste, die Datenbank Ecoinvent, aus der Schweiz stammt.
Lukas Denzler, 5. März 2008, Neue Zürcher Zeitung

…. Ein besonderes Augenmerk richtet sich derzeit wegen des Klimawandels auf die CO 2 -Bilanz. Untersuchungen hätten gezeigt, dass die CO 2 -Bilanz in vielen Fällen ein guter Indikator für die gesamten Umweltwirkungen eines Produkts sei, sagt Stefanie Hellweg, Professorin für ökologisches Systemdesign an der ETH Zürich. Entscheide jedoch nur darauf abzustützen, wie sich die CO 2 -Emissionen möglichst stark reduzieren liessen, hält Hellweg für problematisch. Als Beispiel nennt sie einige Technologien, die die Umwelt sauberer machen, aber den Energieverbrauch erhöhen. Dazu gehören die heute übliche Abwasserbehandlung oder die Rauchgasreinigung bei der Abfallverbrennung. Diese verschlechterten zwar die CO 2 -Bilanz, so Hellweg. Auf sie zu verzichten, brächte aber sauren Regen, dreckige Luft und stark verschmutzte Gewässer mit sich – was sich in der Ökobilanz ebenfalls niederschlüge.

Eine ganzheitliche Betrachtung ist auch bei den Biotreibstoffen erforderlich. Diese könnten, obwohl CO 2 -arm im Gebrauch, laut zahlreichen Studien der letzten Monate nämlich dramatische ökologische Schäden wie etwa die Zerstörung tropischer Regenwälder nach sich ziehen. Auch ist zu befürchten, dass Biotreibstoffe die Nahrungsmittelpreise in die Höhe treiben. Eine Studie der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) kam im Mai 2007 zum Schluss, dass einige Biotreibstoffe die Treibhausgasemissionen gegenüber Benzin zwar um mehr als 30 Prozent reduzieren. Anbau und Herstellung der verwendeten Pflanzen verursachen hingegen oft höhere Umweltbelastungen als Benzin und Diesel.
Steuerbefreiung von Ökobilanz abhängig
Eine genaue Betrachtung des einzelnen Falls ist indes unerlässlich. So schneidet etwa Biodiesel aus Soja in der Empa-Studie sehr schlecht ab, weil für die Sojaproduktion oft Regenwald gerodet wird. Die Zürcher Firma Gebana, die auf den Import von biologisch produzierten Lebensmitteln aus der Dritten Welt spezialisiert ist, hat letztes Jahr zusammen mit Migrol jedoch Biodiesel aus brasilianischem Soja lanciert, der ökologische Kriterien sowie jene des fairen Handels erfüllt. Bestätigt wird das durch die eigens für dieses Produkt durchgeführte Ökobilanz. Diese fällt positiv aus, weil die Bauern keinen Urwald roden, ihre Flächen nicht bewässern und keine synthetischen Dünger und Pestizide anwenden. Das Öl ist ein Nebenprodukt der Verarbeitung von Sojabohnen und steht somit auch nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Dass Ökobilanzen in der Schweiz derzeit gerade bei Biotreibstoffen so hoch im Kurs stehen, ist kein Zufall. Das Parlament hat im März 2007 nämlich entschieden, Biotreibstoffe nur von der Mineralölsteuer zu befreien, wenn diese über eine positive ökologische Gesamtbilanz verfügen – eine Bestimmung, die laut Fachleuten bisher einmalig und wegweisend für die Zukunft ist. …

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Fairer Handel kennt keine Grenzen

Seit nun mehr als fünf Jahren betreibt die gebana erfolgreich einen Direktversand in der Schweiz. Biologische Produkte werden ohne Zwischenhandel importiert und direkt an die Endkonsumentinnen und Konsumenten verkauft – treu dem Grundsatz der Brücke vom Kleinbauern zu Ihnen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Im Gegensatz zum Grosshandel ist der Absatz des Kleinbauern nicht nur von einigen wenigen Grosskunden abhängig, sondern von einer Vielzahl an Endkonsumentinnen und Konsumenten.

Im November 2007 machten wir unseren ersten grossen Schritt Richtung Norden: Mit unserer Weihnachtskampagne konnten wir vom neuen Lager in Süddeutschland aus acht Tonnen Datteln direkt an deutsche und österreichische Haushalte verkaufen. Dank der Ausdehnung des Direktversandes in die Europäische Union kann die Existenz der Kleinbauern auf noch breiterer Ebene abgesichert werden.

Der Schritt in die EU war nicht ganz einfach: Landwirtschaftlichen Produkten werden hohe Hürden und Importbarrieren gestellt. Für den weiteren Ausbau in Europa wurde deshalb eine Vertriebsinfrastruktur in Süddeutschland aufgebaut. Das Sortiment umfasst zurzeit Datteln, getrocknete Früchte, Cashewnüsse, Kaffee und Olivenöl – alles streng biologisch angebaut und fair gehandelt. Neben Deutschland und Österreich werden mittelfristig auch Frankreich, die Beneluxländer und England beliefert.

Bio-Lebensmittel gehören zum guten Ton

Eine im Februar 2008 durchgeführte Studie des Marktforschungsinstitutes INNOFACT hat ergeben, dass 85% der Deutsch-Schweizer bei bestimmten Produkten wie z.B. Eier und Gemüse auf ein Bio- oder Regio-Label achten. Für den Kauf von Bio- oder Regioprodukten sprechen vor allem die bessere Qualität der Produkte (64%) und der persönliche Beitrag zur Förderung des regionalen Wirtschaftstandortes (61%). Gegen den Kauf sprechen zu hohe Preise (80% der befragten Nicht-Käufer) und fehlendes Vertrauen in angebotene Labels/ Marken wie Knospe, demeter, Bio Suisse (24% der befragten Nicht-Käufer). Die Anzahl und die Positionierung der verschiedenen Öko-Labels sind für den Konsumenten nicht mehr überschaubar. Der Konsument straft die mangelnde Transparenz mit Vertrauensentzug und als Folge davon mit Nichtkauf (15% aller befragter Deutsch-Schweizer). Weitere Informationen.

gebana bloggt…

In unserem neuen bio&fair blog berichten wir über unsere Projekte, Kleinbauern und Beteiligte im Süden und im Norden. Wir wollen damit den fairen Handel dem Endkonsumenten in Europa noch näher bringen und der Frage nach gehen, was fairer Handel bewirken kann und was nicht. Dieser Blog hat Platz für Erfahrungsberichte, Meinungen - aber auch Persönliches.

Gerne laden wir u nsere KundInnen, Investoren und BesucherInnen unserer Website zu einem konstruktiven Dialog ein. Wir freuen uns auf euer Feedback.